2026 muss sich der Kitzinger Ruderverein bei der Bayerischen Meisterschaft mit „weiteren Plätzen“ begnügen, auch weil die Masters-Seriensieger Gerd Bock und Gerhard Hoffmann verletzungsbedingt fehlten. Der Verantwortliche für Jugend- und Leistungssport im KRV Daniel Nagl verweist jedoch zufrieden auf die Entwicklung der jungen Sportler.
Jake Sargeant (19) startete nach 1,5 Jahren Training im Rennboot gegen die U23-Kaderathleten als krasser Außenseiter. Am Ende stand bei über das gesamte Wochenende forderndem, seitlichen Schiebewind Platz 4/4 mit 4:15.
Nur knapp darüber blieb das sportliche Aushängeschild der KRV-Jugend Johanna Bilz (19). Im Rennen der Leichtgewichtsfrauen hielt Bilz gegen die amtierende dt. Meisterin im 4x Lgw. Lea Kleinertz (Würzburg) auf den ersten 300m gut mit. Danach spielte die einen Kopf größere ARCW-Athletin ihre Länge routiniert aus. Bilz verzichtete mit Blick aufs U23-Rennen am Sonntag auf den Endspurt und verlor mit 4:16 zu 4:02.
U14-Athlet Lorik Shala hatte im Frühjahr weniger Kilometer als im Vorjahr auf dem Main gesammelt. Dennoch kämpfte er in seinem Vorlauf am etwas windstilleren Sonntagmorgen lange um Platz 2. Am Ende verpasste er diesen und damit das Finale mit 1,5 Bootslängen bzw. 4:14.
Nach langem Warten trat Bilz um 14 Uhr zum Duell gegen Ingeborg Christl (Regensburg) bei den U23-Leichtgewichten an. 300m lag Bilz vor der amtierenden dt. Meisterin im leichten Doppelzweier. Bis 700m lieferten sich beide ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Am Ende fehlte Bilz 2,6 Sekunden bzw. nicht ganz eine Bootslänge bei starken 4:08 zum Meistertitel. „Jojo hat 2023 mit dem Rudern begonnen. Sie ist für den Skiff klein. Und trotzdem schafft sie es in der U23 dt. Meisterinnen unter Druck zu setzen. Schade, dass das Feld nicht breiter war und sich eine solche Leistung erstmal wie eine Niederlage anfühlt“, fasste Nagl die erfreuliche Erkenntnis nach drei Jahren Arbeit mit der „Regatta-Gruppe“ zusammen.
Selbst setzte sich der Trainer nach schwerer Daumenverletzung 2025 im April wieder in den Einer und belegte nach suboptimalem Rennen mit 4:00 Platz 3/4 bei den Masters B. Nach 1,5 Monaten Training errang der 37-Jährige außerdem mit Thomas Waldmann (53) auf Schlag in Masters C Platz 4/5 mit 3:46.

