Zum Abschluss der Ergometer-Saison ging es für die Regattagruppe des Kitzinger Rudervereins zur Bayerischen Indoor-Meisterschaft ins niederbayerische Frontenhausen. Am Ende des Ausflugs standen zwei silberne und erneut eine goldene Medaille für Kitzingen.
Johanna Bilz bekam es über 5km in SF19-29 Lgw., wie bereits in der Vorwoche auf der 30min Distanz, erneut mit Louisa Müller (Schleißheimer RC) als Hauptkonkurrentin zu tun; Daniel Nagl in MM30-39 über 5km und 1km wieder mit Christoph Renholzberger (RC Vilshofen).
Um 5 Uhr in Kitzingen aufgebrochen, musste Bilz bereits um 9 Uhr ran. Nach starken 21:25min (2:08,5) reichte es in dieser Woche mit 11,3sec Rückstand „nur“ zur Bayerischen Vizemeisterin. Nagl erreichte in seinem direkt anschließenden Rennen nicht ganz die Novemberform. Er darf sich mit 14sec Vorsprung jedoch Bayerischer Meister über 5km nennen, wobei die gezogenen 16:51 (1:41,1) bei den Virtual Indoor Rowing Weltmeisterschaften immerhin für Platz 19 (aller Altersklassen) gereicht hätte.
Vom Zweitplatzierten Renholzberger und dem Veranstalter angestiftet, trat Nagl bereits um 12:45 Uhr wieder über die 1km-Distanz an, nachdem er sich vom Rennen um 16:00 Uhr wegen Termin-Kollision abmelden wollte. „Mit nur zwei dünnbelegten Leberkässemmeln im Tank, nach drei Stunden nochmal eine 3:00,4 auf den Kilometer rauszuhauen, passt. Und dass Christoph knapp 1,5sec schneller war und es auf der 1km-Distanz „nur“ zum Vize-Meister gereicht hat, kann ich gut verschmerzen. Sprinter werd‘ ich eh keiner mehr“, kommentierte Nagl, nachdem ihn der Rennausgang abends erreichte.
Einen versöhnlichen Abschluss mit der Wintersaison erreichte auch Lorik Shala (13) in der Klasse Jungen 13/14. Nach längerer Infekt-bedingten Trainingspause im Februar erreichte er mit 3:46 über 1.000m im Vorlauf noch nicht wieder ganz seine persönliche Bestzeit vom Dezember, schaffte als Gesamtvierter aber den Sprung ins Finale. Mit erneut 3:46 verteidigte Schule diesen Platz, verpasste die Medaillenplätze allerdings um 6 Sekunden. „Darauf kann man sehr gut aufbauen, wenn die Grippewelle jetzt endlich vorbei ist. Schauen wir mal, wo Lorik dann im Juli bei der Bayerischen Meisterschaft auf Wasser steht“, lobte Trainer Nagl abschließend.

