Mit dem Anrudern beginnt seit über 100 Jahren offiziell die Saison beim Kitzinger Ruderverein von 1897. Am 15. März, vor der 2. Kitzinger Frühling Regatta, war es wieder so weit. KRV-Vorstand Dieter von der Kall und die Sportler läuteten mit lautem „Hipp, hipp, Hurra!“ das Ruderjahr 2026 ein, obgleich bei manchem Kameraden schon über 200km Jahresruderleistung verzeichnet sind.
Wurde früher durch Eisgang und Hochwasser im Winter nicht gerudert, so hat sich dies mit der Stauung des Maines und Klimaerwärmung geändert. Einige hartgesottene KRV-Masters gehen ganzjährig aufs Wasser – „in breiteren Mannschaftsbooten und auf eigene Verantwortung. Ein offizieller Breitensport-Trainingsbetrieb findet zwischen November und Mitte März nicht statt. Und auch die volljährigen Leistungssportler wechseln Dezember bis Anfang März verantwortungsvoll aufs Ergometer“, erklärt Sportvorstand Dr. Michael Bedö.
Umso mehr juckte es manchen Ruderer bei frühlingshaften Temperaturen zuletzt in den Fingern. „Der Main hat zwar erst 9 Grad. Aber mit dem Appell an die Jugendtrainer vom Einer-Training bis Mai Abstand zu nehmen, geht es jetzt, pünktlich zur Regatta und Zeitumstellung, wieder los“, so Dr. Bedö.
Dabei beginnt das Ruderjahr beim KRV ähnlich wie 2025 mit den Siegen bei der Bocksbeutel-Regatta endete. Von der Kall wünschte in seiner Ansprache allen eine erneut unfallfreie Saison und verwies auf die jüngsten Erfolge der KRV-Athleten Johanna Bilz (19) und Daniel Nagl (38) bei den deutschen und bayerischen Meisterschaften im Ergometer-Rudern. Die wichtigste Nachricht hob er sich aber bis zum Schluss auf: Der KRV wurde tags zuvor vom Bay. Ruderverband mit dem Award „Aufsteiger des Jahres 2025“ ausgezeichnet. Mit 5.000 Euro Förderung gewürdigt wird die seit 2023 im KRV forcierte Aufbauarbeit im Bereich Jugend- und Leistungssport. Grundlage für die Auszeichnung ist eine aufwendige Berechnung des Bay. Ruderverband, die sich unter anderem aus Regattaerfolgen, Teilnahmen an Trainingslagern, neu gemeldeten Trainerscheinen und Netzwerkarbeit ergibt. Die Fördersumme wird jährlich von der Klaus-Dahms-Stiftung ausgelobt und vergeben.

