Anders als in den Vorjahren gab es 2026 keinen Sieg für de n KRV bei der Bocksbeutelregatta. Dass Trainer Daniel Nagl trotzdem zufrieden auf die Würzburger Langstrecke zurückblickt, erklärt sich beim genauen Blick auf die KRV-Ergebnisse:
Leo Ritter und Linus Zierhut (2012) blieben im 2x Jungen 13/14 vom Gegenwind am nasskalten Regattatag verschont. Nach engagiertem Training im Herbst lieferten sie mit 12:36min (2:04,5) eine gute Leistung ab, unterlagen jedoch ihren Gegnern aus Eberbach (10:40min) deutlich. Im 1x Jungen 14 ließ Lorik Shala (2012) wie im Vorjahr neun Konkurrenten hinter sich. Angesichts von 12:44 (2:05,5) war nur Hugo Felßner (Schweinfurt) mit 12:31min eine Nummer zu groß. Johanna Fexer (2010) startete im Doppelzweier der B-Juniorinnen erneut mit Ida Tibitanzl (ARC Würzburg) – aber ohne Gegnerinnen. Ohne Strömung und mit Gegenwind war die Zeitvorgabe utopisch. Mit 20:01min (2:13,4) blieben sie aber nur 23-45sec hinter den besten weiblichen Doppelzweiern der A-Juniorinnen/Seniorinnen.
Auch die KRV-Trainer lieferten ab. Eine Woche nach der dt. Sprintmeisterschaft verringerte Johanna Bilz (2007) mit 19:55 (2:12,8) den Abstand auf ihre einzige Konkurrentin im U23-Einer Lili Kunze gegenüber 2024 deutlich auf 29sec. Auf das Aushängeschild der Bay. A-Juniorinnen Josefine Namer (2009, Erlangen) fehlten 35sec. Alle anderen Juniorinnen/Seniorinnen ließ das Leichtgewicht Bilz hinter sich. Daniel Nagl (1988) ging mit Christoph Renholzberger (1995, Vilshofen) auf die 4,5km. Da ihnen ein halbes Jahr zu Masters B fehlte, starteten sie bei den Senioren und trafen dort auf die dt. Meister aus 2022/2023 aus Stuttgart. „Nebenhöhlen zu. Trotz ungeplant hoher Schlagzahl 34 noch vor 1,5km überholt worden. Dann viel Schmerz bei Schlagzahl 31. Am Ende 1:38min Rückstand, aber mit 17:19min zum Saisonende immerhin die zweitbeste Zeit aller Doppelzweierrennen“, fasste Nagl müde zusammen.
Am 24. Oktober wagen sich Shala, Fexer und Bilz in Erlangen nochmal auf die Langstrecke (6km), während Zierhut, Ritter und Nagl ihren Fokus bereits auf die Ergo-Saison richten, die im November mit einer Onlinechallenge über vier Distanzen eingeläutet wird.

